Konzept des Interventions­projektes

Die drei vorrangigen Ziele

  • Frauen unterstützen und schützen
  • Täter zur Verantwortung ziehen
  • häusliche Gewalt ächten

kennzeichnen das Freiburger Interventionsprojekt.

Am Runden Tisch – dem zentralen Kooperations- und Entscheidungsgremium von FRIG – treffen sich regelmäßig VertreterInnen der beteiligten Institutionen. Gemeinsam werden effektive Strategien zur Umsetzung der Projektziele entwickelt, Vorgehensweisen aufeinander abgestimmt, Richtlinien verbessert und gesetzliche Spielräume geprüft, um Interventionen bei häuslicher Gewalt im Sinne der Betroffenen wirksamer zu gestalten und deren Etablierung anzustoßen. Notwendige Maßnahmen werden interdisziplinär, -institutionell, verbindlich und gleichberechtigt erarbeitet und beziehen die Sicht- und Funktionsweise aller involvierten Institutionen mit ein. So wird eine bessere Vernetzung der Institutionen und Projekte auf kommunaler Ebene zum Nutzen der von häuslicher Gewalt Betroffenen erreicht.

Bisherige Ergebnisse:

  • Verbesserte Kooperation der beteiligten Institutionen durch die Teilnahme am Runden Tisch, Fachgruppenarbeit und Bildung von Unterarbeitsgruppen zu speziellen Einzelthemen.
  • Erarbeitung verbesserter Interventionsmaßnahmen / konsequente Umsetzung geltenden Rechts.
  • Gezielte Information durch Veranstaltungen und Broschüren
  • Europa- (WAVE), bundes- (KLK) und landesweite Vernetzung
  • Schaffung von Strukturen in einzelnen Arbeitsbereichen:
    1. Einrichtung eines Sonderdezernats bei der Staatsanwaltschaft Freiburg
    2. Schaffung von Zuständigkeitsbereichen für Häusliche Gewalt bei der Polizei
    3. Datenerhebung zur Häuslichen Gewalt bei Polizei, Amt für öffentliche Ordnung und Staatsanwaltschaft
  • Begleitung der Etablierung des Platzverweis-Verfahrens in Freiburg
  • Schaffung eines Beratungsangebotes für Frauen nach Platzverweis bei der Frauen-Beratungsstelle des Frauen- und Kinderschutzhauses Freiburg e.V.
  • Begleitung der laufenden Täterzuweisung in der Justiz für das Soziale Training/Täterprogramm
  • Interventionskonzept zur Regelung des Umgangs zwischen Kindern und gewaltätigen Vätern
  • Formulierung und Eingabe von rechtspolitischen Forderungen zur Neuregelung des Gewaltschatzgesetzes (Bundesebene)
  • Vielseitige Öffentlichkeitsarbeit (Vorträge, Fortbildungen, Pressebericht, Veranstaltungen, Flyer etc.)
  • Kostenloses Angebot der Abklärung des Unterstüzungsbedarfs für von häuslicher Gewalt betroffene Kinder und Jugendliche
  • Kostenloses Angebot einer Kindergruppe für Kinder von 5 – 10 Jahren
  • Angebot einer angeleiteten Selbsthilfegruppe für Frauen, die von häuslicher Gewalt/(Ex)Partner-Stalking betroffen sind

Runder Tisch: Fachgruppen

Unterstützung für Frauen und Kinder

Caritasverband Freiburg-Stadt e.V., Evangelische Fachhochschule für Sozialwesen, Arbeiterwohlfahrt Freiburg-Stadt e.V., Frauen- und Kinderchutzhaus Freiburg e.V., Frauenhorizonte – Gegen sexuelle Gewalt e.V., Sozial- und Jugendamt – Stadt Freiburg, Polizeidirektion Freiburg, Rechtsanwältinnen, Richterin a. AG., Weißer Ring, Wendepunkt e.V., Zuflucht für Mädchen, Kinder- und Jugendpsychiatrie Universitätsklinik Freiburg e.V.

Polizei und Justiz

Amt für öffentliche Ordnung – Stadt Freiburg, Amtsgericht Freiburg, Ausländerbeirat – Interkulturelles Büro, Arbeiterwohlfahrt Freiburg-Stadt e.V., Caritasverband Freiburg-Stadt e.V., Evangelische Fachhochschule für Sozialwesen, Frauenhorizonte gegen sexuelle Gewalt e.V., Frauen- und Kinderschutzhaus Freiburg e.V., Polizeidirektion Freiburg, Rechtsanwältinnen für Familienrecht, Sozial- und Jugendamt – Stadt Freiburg, Staatsanwaltschaft Freiburg

Männerarbeit/Täterprogramm

Bewährungshilfe, Evangelische Fachhochschule für Sozialwesen, Frauen- und Kinderschutzhaus Freiburg e.V., Gerichtshilfe, Männerbüro, Polizeidirektion Freiburg, pro familia (seit Juli 2010), Staatsanwaltschaft, Sozialdienst Katholischer Männer/Straffälligenhilfe, Wendepunkt e.V.