Informationen, Angebote und hilfreiche Links

FRIG – Freiburger Fachstelle Intervention gegen Häusliche Gewalt, Mo – Fr: 9:00 – 13:00UhrTel. 0761/8973520, Mail: info@frig-freiburg.de

Frauenberatungsstelle bei Häuslicher Gewalt,  Frauen- und Kinderschutzhaus Freiburg e.V.Mo – Fr: 9:00 – 17:00 Uhr, Tel. 0761/31072, Mail: info@frauenhaus-freiburg.deRund um die Uhr: Polizei, Tel. 110

NEU: Basler 8 Phone – 0157-349-292-11   Montag bis Freitag, 15.00 – 17.00 Uhr für Frauen und Mädchen

Link zur Liste verschiedener Beratungseinrichtungen in Freiburg

Weitere Informations- und Hilfsangebote

save me online.de Beratungsangebot für Jugendliche

kein-kind-alleine-lassen.de Hier finden Kinder und Jugendliche direkten Kontakt zu Beratungsstellen und auch Erwachsene bekommen Informationen, was sie bei sexueller und anderer familiärer Gewalt in der Corona-Krise tun können.

familie.de Tipps zum entspannen für gestresste Familien

staerker-als-gewalt.de Mit dieser Webseite informiert das Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

  • über das Thema Häusliche Gewalt und will in Corona-Pandemie Zeiten die Gesellschaft für das Thema sensibilisieren.
  • über die Deutschlandweite Poster-Aktion „Zuhause nicht sicher?” In der Corona-Krise können Konflikte und häusliche Gewalt zunehmen. Hilfe zu finden, ist gerade jetzt für viele schwer. Die Poster-Aktion „Zuhause nicht sicher?“ informiert ab sofort zu Hilfeangeboten – im Supermarkt oder im eigenen Hausflur. Das Info-Poster kann von dieser Seite heruntergeladen werden!

 

116 111 Kinder- und Jugendtelefonmontags bis samstags von 14 bis 20 Uhr kostenlose telefonische Beratung

 0800-1110550   “Nummer gegen Kummer”Telefonberatung für Kinder, Jugendliche und Eltern des BMFSFJ

 0800 123 99 00 Hilfetelefon “Gewalt an Männern”Auch online Beratung von Betroffenen, Angehörigen und Fachpersonen E-Mail ans Hilfetelefon. Weiteren Infos auf der Seite „Gewalt an Männern“

“Elternwissen” Flyer der AGJ mit vielen Tipps und Hinweisen

My Hero is You Insgesamt über 1700 Kinder, Eltern, Betreuungspersonen und Lehrer waren weltweit an der Entwicklung dieses Buches beteiligt und teilten ihre Erfahrungen im Umgang mit der COVID-19 Pandemie. Ein herzliches Dankeschön all jenen Kindern, Eltern, Betreuungspersonen und Lehrern, die den Fragebogen ausgefüllt und so die Entwicklung des Buches beeinflusst haben. Es handelt sich um eine Geschichte, die für, aber vor allem auch mit Kindern überall auf der Welt entwickelt wurde

Informationen für Fachkräfte im Gesundheitsbereich

Mögliche Zunahme von Fällen Häuslicher Gewalt in der Corona-Krise

Die Maßnahmen, die zur Verhütung einer raschen Ausbreitung von SARS-CoV-2 im März 2020 erfolgten, sind vielfach gelockert, jedoch noch nicht ganz aufgehoben. Trotz der Erweiterung des erlaubten Bewegungsradius leben viele Familien noch immer in veränderten Situationen und müssen sich flexibel auf vielfache Neuerungen in Kita, Schule und Beruf einstellen. Hinzu kommt für viele, dass die persönlichen und sozialen Folgen der Krise nachwirken und noch nicht bewältigt sind. Ökonomischer Druck, das Gefühl von Kontrollverlust oder andere hohe (Arbeits-)Belastungen bestehen in vielen Familien derzeit verstärkt.

Diese Situation kann zu Stress und Konflikten mit Eskalationen und Übergriffen sowie Gewalthandlungen führen. Nach wie vor kann das Zuhause für manche Menschen ein Ort sein, der von Angst und Gewalt geprägt ist und der mit einer massiven Erhöhung der Gefährdung verbunden ist.

Zahlreiche Studien zeigen, dass ökonomische Krisen und sozialer Stress die Zunahme häuslicher Gewalt begünstigen[2]

In Deutschland ist bisher nur vereinzelt verzeichnet, dass es zu vermehrten Übergriffen und Gewalttaten in Familien und vor allem gegenüber Frauen, Kindern und Schutzbedürftigen gekommen ist.

Bei der Bewertung dieser Aussage muss allerdings berücksichtigt werden, dass die öffentliche und soziale Kontrolle während der Zeit des Lockdowns nur eingeschränkt funktionsfähig war. Es ist davon auszugehen, dass die Dunkelziffer während der Zeit strengen Restriktionen deutlich höher lag als in gewöhnlichen Zeiten.

Deshalb ist es wichtig, nach wie vor aufmerksam zu sein und Betroffene von Häuslicher Gewalt zu unterstützen.

Betroffene häuslicher Gewalt benötigen auch jetzt Ihre Solidarität und Unterstützung! 

Daher bitten wir Sie dringend auch und gerade in Zeiten der Lockerung der Maßnahmen: 

Machen Sie Informationen für Betroffene in Ihrer Einrichtung zugänglich!

  • Hängen sie Plakate auf, legen Sie Informationsmaterialien aus – am besten auf der Toilette

Vermitteln Sie Gewaltbetroffene bei Bedarf in das Freiburger Hilfesystem weiter!

  • Die wichtigsten Anlaufstellen finden Sie hier

 

 Achten Sie auf Hinweise für Häusliche Gewalt

  • Auffälligkeiten im Umgang der Patient*in mit Verletzungen, Beschwerden oder Schwangerschaft?
  • Kontrollverhalten der Begleitperson? Mehrzeitige Verletzungen? Abwehrverletzungen?

 

Sprechen Sie Patient*innen bei Verdacht auf Häusliche Gewalt aktiv und konkret an“

  • „Ich möchte Ihnen nicht zu nahe treten, aber ich kenne solche Verletzungen auch als Folge von Schlägen.“
  • „Sie wirken ängstlich. Was macht Ihnen Angst? Fürchten Sie sich vor Ihrem Partner?“

 

Unterstützen Sie Betroffene, wenn sie Ihnen von häuslicher Gewalt berichten!

  • Hören Sie zu. Seien Sie verständnisvoll und machen Sie nicht die Betroffene verantwortlich.
  • Positionieren Sie sich klar: GEWALT IST NIE IN ORDNUNG

 https://www.kinderschutz-zentren.org/index.php?t=page&a=v&i=52086&utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=Sondernewsletter+Die+Kinderschutz-Zentren

[1] Übernommen von S.I.G.N.A.L. e.V. Berlin

 

[2] Siehe z.B. Renzetti, C.M. (2009): Economic Stress and Domestic Violence, Fisher, S. (2010) Violence Against

Women an Natural Disaster: Findings from Post-Tsunami Sri Lanka und Svarna, F. (2014) Financial Crisis and Domestic Violence – The Case of Greece.